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Die Volleyballerinnen des SV Lohhof sind nicht nur in good old Germany unterwegs. Nura Abakar führt ihr Weg in die USA zum Studium und in die erste Division.

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Mein neues Zuhause: University of North Alabama!

 

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Sonnenuntergang auf unserem letzten Flug nach Nashville Airport


Geflogen bin ich am 1. August und obwohl ich gute 17 Stunden unterwegs war, war es nicht so schlimm wie erwartet. Nach dem ersten Flug habe ich dann auch zum ersten Mal Steffi, meine neue Mittbewohnerin, getroffen. Sie kommt aus Hamburg und wir hatten davor schon über WhatsApp Kontakt.

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Schöne Umgebung für eine erfolgreiche Zeit. Nura und Steffi (v. li.)

Angekommen auf dem Campus sind wir dann gegen Mitternacht. Die erste Woche konnten wir unser Zimmer noch nicht beziehen. Stattdessen wurden wir von vier Mitspielerinnen aufgenommen, die in einem Apartment wohnen. In der ersten Woche sind wir als Team zum Essen gegangen (ich hatte meinen ersten typisch amerikanischen Burger) und haben einen gemeinsamen Spieleabend veranstaltet. Unsere Mitbewohner sind auch mit uns einkaufen gegangen. Walmart ist unglaublich groß; sich da zu orientieren ist am Anfang fast unmöglich. Ausserdem haben sie uns den Campus gezeigt, der relativ groß und unglaublich schön ist.

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Unser Amphitheater in dem viele Veranstaltungen stadtfinden

Nebenbei gab wir auch noch paar Dinge zu erledigen. Zum Beispiel mussten wir unseren Studentenausweis erstellen lassen. Am 7. August konnten wir endlich in unser eigenes Zimmer einziehen. Darauf hatten Steffi und ich uns schon sehr gefreut. Die Zeit im Apartment war eine tolle Gelegenheit die anderen besser kennen zu lernen und auch ein großes Glück, da uns die Mädels bei allem zur Seite stehen konnten. Trotzdem war es schön nach gut einer Woche nicht mehr aus dem Koffer leben zu müssen und unser eigenes Zuhause zu haben.
Am 7. ging es dann auch offiziell mit dem Volleyballprogram los. Wir haben als Team zum ersten Mal die Trainer getroffen. An dem Tag wurden vor allem viele Reden gehalten, über unsere Ziele als Mannschaft, die Philosophie hinterm Volleyball und über die Besonderheit zum ersten Mal "Division 1" zu spielen.

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Teambild nach dem wir die Fußballerinnen bei ihrem ersten Spiel in der "Division 1" angefeuert haben. Nura (hintere Reihe 3. v.re.)

Die darauffolgenden Tage waren unglaublich anstrengend. Wir hatten zwei bis dreimal am Tag Training plus anschließendes Konditions- oder Krafttraining. Die ersten paar Nächte lagen wir alle im Bett und konnten uns kaum bewegen vor lauter Muskelkater. Wir arbeiteten daran, uns individuell zu verbessern, aber vorallem auch daran, als Team zusammen zu wachsen.Mit elf neuen Spilerinnen (von 17) stand da eine komplett neu zusammengewürfelte Mannschaft auf dem Feld. Der erste Höhepunkt war dann das Freundschaftsspiel gegen UT Martin, Tennessee, welches wir 3-1 gewonnen haben. Für uns ein riesen Erfolg!
Der nächste Höhepunkt war dann der Beginn der Uni am Mittwoch, auf den wir uns alle schon gefreut haben. Im ersten Semester belege ich nur fünf Kurse, um einen einfachen Einstieg und genug Zeit zu haben, mich an alles zu gewöhnen. Momentan hinke ich in American History und Englisch ein wenig hinterher. Die anderen Fächer scheinen aber bis jetzt recht einfach zu sein. Ich habe noch einen Computerkurs (Business Administration Software), Mathe und ein First Year Experience Seminar.

Zwei Tage später spielten wir ein Turnier in Jacksonville. Donnerstagabend sind wir losgefahren. Dadurch verpassten wir den Unterricht am Freitag. Ärgerlich, da man alles nachholen muss und wir als Nicht- Muttersprachler sowie so schon im Nachteil sind). Wir haben in einem 4 Sterne Hotel übernachtet. Es war richtig schön. Vor allem die Doppelbetten pro Person waren richtig bequem. Am Freitag haben wir dann zuerst gegen Little Rock gespielt und dann gegen Jacksonville State. Beide spiele mussten wir leider 3-0 abgeben. Am Samstag haben wir gegen Mercer gespielt. Nach zwei starken Sätzen, mussten wir uns leider 2-3 geschlagen gegeben. Die Spiele haben uns gezeigt, woran wir noch arbeiten müssen. Insgesamt konnten wir das Wochenende jedoch als Erfolg verbuchen. Wir haben gegen Mannschaften gespielt, die schon viel länger zusammenspielen und in denen auch eine erhebliche Anzahl aus Spielern in ihrem dritten oder vierten Jahr besteht. Auch konnten wir „mitspielen“ und der Großteile der Sätze ging extrem knapp aus (oft 24:26).

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Das offizielle UNA-Mannschaftsfoto: Nura (hintere Reihe, 4. v.li.) im Kreis ihrer Mitspielerinnen

Ich habe mich gut eingelebt und fühl mich sehr wohl hier. Man darf aber nicht unterschätzen, wie anstrengend und überfordernd es ist in eine komplett neue Umgebung zu kommen, bei der man nicht weiß, was man zu erwarten hat. Auch ohne große Schwierigkeiten mit der Sprache selber, war es doch unglaublich fordernd für mich von Deutsch auf Englisch umzuschalten.
Man muss sich einfach Zeit lassen, egal ob bei der Sprache oder beim Volleyball.
Wenn irgendwas ist, bekommt man immer Hilfe. Die Menschen hier im Süden sind alle unglaublich nett und mit meiner Mannschaft verstehe ich mich richtig gut.
Ich freu mich schon auf alles, was ich noch erleben werde.

Bericht und Fotos: Nura Abakar