Feb
01
2010
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Ein hartes Wochenende liegt hinter der zweiten Lohhofer Herrenmannschaft. Doch zuvor blieb dem Team weitere Hiobsbotschaften nicht erspart. Während klar war, dass man erneut auf Außenangreifer Patrick Piller (Patellasehne) verzichten müsse, erkrankten in der Nacht von Freitag auf Samstag die beiden Stammmittelblocker Mathias Pötzl und Basti Weger an Grippe. Im Laufe der Woche konnte bereits der aus dem Ausland zurückgekehrte Mittelblocker Fran Keijmes ebenfalls aufgrund einer Erkältung nicht ins Training mit eingreifen. Libero Christian Salzmann ging ebenfalls angeschlagen (Schulterschmerzen) in die beiden Begegnungen. Nichtsdestotrotz machte sich der geschrumpfte Kader am Samstagabend auf den Weg nach Rottenburg an der Laaber. Gegen den Tabellenletzten musste wie im Hinspiel unbedingt ein Sieg her. Doch zunächst hatte die zwangsläufig komplett neue Startsechs Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. Max Semmlinger agierte als Zuspieler, da Benjamin Koch die Lücke auf der Außenangreiferposition füllen musste. Mit dem Rücken zur Wand rief der Gastgeber jedoch sein ganzes Können ab und setzte Lohhof unter Druck. Hinzu kam, dass sich der gegnerische Block gut auf die zu durchsichtige Passverteilung des Lohhofer Zuspielers einstellen konnte. Abgesehen davon reihten sich die Eigenfehler. Das baute Rottenburg auf, die nach zwei Sätzen 2:0 in Führung lagen. Doch jetzt drehte Lohhof auf. Mit mehr Konzentration und Konstanz in allen Spielelementen, einer besseren Passverteilung glichen die Münchner aus. Im Tie-Break entwickelte sich die Partie zu einem wahren Kraftakt. Nur dank des größeren Kampfeswillen des SVL geriet Rottenburg endgültig aus der Spur. Letztlich holten sie sich den fünften Satz und damit die zwei Punkte aus dem Spiel, das gegen Ende sehr emotional geführt wurde. Dabei kassierten die Gastgeber unter anderem eine gelbe Karte. Doch großartig Ausruhen ging nicht. Bereits 17 Stunden später trafen die Kneifel-Schützlinge in Garching auf die Mannschaft, die einen Platz vor ihnen in der Liga steht. Nur mit einem Sieg könnten die Lohhofer ihre Chancen wahren, aus eigener Kraft den Relegationsplatz zu verlassen. Trainer Kneifel vertraute derselben Startaufstellung, die am Abend zuvor den 3:2-Sieg eingefahren hatte. Das machte sich bezahlt. Überraschenderweise machten die Lohhofer konzentriert da weiter, wo sie aufgehört hatten. Besonders im Block konnten sie mehrmals eine ganze Serie an Punkten hinlegen. Auch in der Abwehr brachte man Garching das ein ums andere Mal zum verzweifeln. Mit einer 2:0-Führung ging Lohhof in den dritten Durchgang und wollte nun den Sack eigentlich zu machen. Doch plötzlich schienen die Rollen getauscht. Garching gelang mehr Blocks und die Abwehr kratzte schier unmögliche Bälle vom Hallenboden. Das machte sich beim Lohhofer Bayernligist bemerkbar. Der Spielaufbau war nun wesentlich zögerlicher und zurückhaltender als am Anfang. Und auf einmal stand es 2:2 nach Sätzen. Wie schon in der Nacht zuvor, musste die Entscheidung also im Tie-Break getroffen werden. Dabei hatte kurze Zeit lang Garching die Nase vorne. Eine Sprungaufschlagserie ihres Diagonalangreifers brachte Lohhof in Rückstand und Garching bereits einen Matchball. Doch mit viel Selbstbewusstsein und Mut wehrte Lohhof diesen ab und konterte. Den eigenen Matchball setzte dann letztlich ein Garchinger an die Antenne und der SVL durfte seinen zweiten 3:2-Sieg an einem Wochenende feiern. Ironischerweise muss man anmerken, dass die Lohhofer damit an einemWochenende so viele Punkte gesammelt haben, wie in einer Hinrunde zusammen. Jetzt heißt es Kräfte sammeln für den Endspurt. Bereits nächstes Wochenende steht erneut ein Doppelspieltag auf dem Programm. Hier müssen sie erneut punkten, um vom Relegationsplatz zu kommen. Maximilian Semmlinger |