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Dec
02
2009
Das Ende der Durststrecke

Die Bayernligamannschaft des SV Lohhof kann nach fünf Spielen in Folge wieder einen Sieg feiern. Am Sonntag gewannen die Kneifel-Schützlinge vor heimischer Kulisse mit 3:1 gegen den MTV München 2. Noch am Tag zuvor hatten sie in Freising mit 0:3 verloren.

Sie können es doch noch. Sie haben es nicht verlernt. Zu gewinnen. Die zweite Lohhofer Herrenmannschaft durfte nach fünf Spielen in Folge endlich wieder einen grünen Spielberichtsbogen in die eigenen Taschen stecken. Gegen den MTV München 2 gelang ihnen am vergangenen Sonntag im COG ein am Ende verdienter, aber hart erkämpfter 3:1-Sieg. Damit ist die Negativserie und die Durststrecke vorerst einmal beendet.

Dabei sah es anfangs gar nicht so gut aus für den SVL. Bei dem Verlust des ersten Satzes (16:25) wurden die Kneifel-Schützlinge jäh an das Spiel am Abend zuvor in Freising erinnert. Dort mussten sie eine klare 0:3-Niederlage (20:25, 15:25, 19:25) einstecken. Nach der einstündigen Partie ließ nicht wirklich viel auf den Sieg nur knapp zwölf Stunden später vermuten. Phasenweise Unkonzentriertheit und Inkonstanz seitens der Lohhofer machten es den Freisingern leicht. Nach der guten kämpferischen Leistung gegen Garching war somit etwas Ernüchterung angesagt, aber keine Zeit zum Nachdenken. Abhacken.

Doch das Abhacken schien die Herren 2 erst im zweiten Satz gegen München geschafft zu haben. Denn nach der schwachen Vorstellung im ersten Durchgang – der Gegner grölte bereits etwas von „unter 15 Punkte bleiben“ – riss man sich nun am Riemen. Konzentrierter und teilweise unbekümmerter agierte nun die Lohhofer Startsechs. Dabei schien sich auch der Wechsel von Kapitän Basti Weger von Diagonal auf seine frühere Mittelblockerposition positiv auszuwirken. Für ihn ging Dominik Metzger nun als Diagonalangreifer aufs Feld. Mit viel Herz, Mut und Einsatz bugsierten sich die Lohhofer zurück ins Spiel. Nach 25:21 im zweiten und einem knappen 27:25 im dritten Satz behielt Lohhof seine Konstanz, um mit 25:20 im vierten Durchgang sich sein Punktekonto mit zwei Zählern auf der Habenseite aufzubessern. Man hätte die von den Spielerherzen fallenden Steine nach Abpfiff bestimmt aufschlagen gehört, doch der Freudentanz der zweiten Lohhofer Garde übertönte jeden Laut. Die Erleichterung war auch bei Trainer Tom Kneifel merkbar: „Wäre das so weiter gegangen, hätte ich auch meine letzten Haare auf dem Kopf verloren.“

Ob der Vorletzte, jetzt punktgleich (4:10) mit dem Tabellensiebten MTV 2, damit nun die Kurve zurück auf die Siegerspur gefunden hat, bleibt dennoch abzuwarten. Am kommenden Samstag steht das letzte Spiel der Hinrunde an. In Starnberg wartet der Ligafünfte auf die Lohhofer Volleyballer. Mit einem Sieg in die Winterpause zu gehen, täte bestimmt allen Spielern gut. Doch zusätzlich würde dann das Thema Abstiegskampf erst gar nicht weiter zur Entfaltung kommen. Aber in Lohhof ist man gewarnt. Denn der TSV Starnberg 2 gleicht einer Überraschungstüte. Man weiß nicht was einen erwartet. So schlugen die Starnberger, die derzeit auf Platz fünf der Bayernliga rangieren, jüngst den TV Hauzenberg (3.) und zum Saisonauftakt den ASV Dachau 2 (2.). Im Gegenzug verloren sie aber gegen vermeintlich schwächere Gegner. Am Samstagabend wird sich herausstellen, wer nun in dieser Begegnung die Überraschungstüte ist.

Maximilian Semmlinger

 
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