Aug
27
2010
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Unterschleißheim - Tom Gailer hat einiges erlebt in seiner Volleyball-Laufbahn. Als Spieler verfügt er über Zweitligaerfahrung mit dem SV Lohhof, als Beachvolleyballer war er beim FTM Schwabing aktiv. Mittlerweile ist der 29-Jährige Manager der Lohhofer Volleyballer, und in dieser Funktion wird ihm der Sommer 2010 noch lange in Erinnerung haften. Gerade mal zwei Spieler aus der Vorjahresmannschaft sind übrig geblieben, Fabian Mägel und Tobias Recknagel. Ursprünglich waren es mal 13 Spieler. 'So eine Abwanderungswelle habe ich in der Form noch nie erlebt', sagt Gailer. Die Gründe sind vielfältig: Studium, Familie, Beruf. Nur einen Spieler hat es aus sportlichen Gründen weggezogen: Benjamin Stetter wechselt innerhalb der Regionalliga zum MTV München. 'Da muss er nur eine Station mit U-Bahn fahren und ist direkt beim Training', sagt Gailer. Die Situation in Lohhof schien aussichtslos, sogar ein offenes Probetraining hat der Verein veranstaltet, doch so richtig fündig wurden der Manager und Trainer Stefan Schneider dabei nicht. 'Von den Teilnehmern kam nur einer für unsere Mannschaft in Frage', sagt Gailer: Martin Bulst. Der 29-Jährige spielte bei Evivo Düren in der Bundesliga, legte wegen beruflicher Verpflichtungen zuletzt aber eine Pause ein. Trotzdem sind die Erwartungen an Bulst hoch. 'Er soll der Leitwolf unserer sehr jungen Mannschaft werden', sagt Schneider. Als weiteren externen Neuzugang heißt der Lohhofer Trainer Michael Lintl willkommen, einen ehemaligen Handballer, den der aus der Bayernliga-Mannschaft aufgerückte Andreas Gigl vom Studium kennt. Neben Gigl steigen auch Max Semmlinger (22, Zuspiel) und Matthias Pölzl (29, Mittelblock) aus der zweiten Mannschaft auf. Den vorläufigen Kader komplettieren mit Marco Hammerschmidt und Lars Hohensee zwei 17-jährige Talente, die ihre ersten Erfahrungen im Herrenbereich machen werden. Macht insgesamt also neun Spieler, die fest zugesagt haben. Für eine Regionalligamannschaft ist diese Anzahl nicht gerade üppig. Phillip Harbeck habe aber zugesichert, dass er selbst bei weiterer Entfernung zu seinem neuen Arbeitsplatz zur Verfügung stehen werde. 'Und so wie es aussieht, werde ich dann auch noch mal eingreifen müssen', sagt Gailer. Genügend Erfahrung als Spieler hat er in seiner Laufbahn ja gesammelt. Gil Shohat |