Aug
05
2010
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Doch so richtig zusammengeschweißt hat dieses Erlebnis die Lohhofer Volleyballer offensichtlich nicht: Gerade noch zwei Spieler aus der Vorjahresmannschaft machen weiter, und als Trainer Stefan Schneider im Juni so langsam mal die neue Saison angehen wollte, erntete er neben ein paar definitiven Absagen aus familiären oder beruflichen Gründen hauptsächlich vage Vielleichts: „Doch sich alles warmhalten zu wollen, geht mir ziemlich auf den Keks“, sagt Schneider. Und deshalb hat der Coach nach anfänglichen eigenen Zweifeln und auch einem kurzen Flirt mit einem anderen Verein den ersten Schritt gemacht. „Auch um die ganzen jungen Spieler nicht hängen zu lassen“, denn in der neuen Saison wird Lohhof I stark verjüngt in der Regionalliga auflaufen. Aus der Bayernligamannschaft kommen Max Semmlinger (22 Jahre/Zuspiel), Andreas Gigl (23 Jahre/Außenangriff) und Matthias Pölzl (29 Jahre/Mittelblock). Für die Senkung des Altersdurchschnitts sind hauptsächlich Marco Hammerschmidt und Lars Hohensee verantwortlich, beide echte Lohhofer Eigengewächse, die sich nun mit ihren 17 Jahren erstmals in der ersten Männermannschaft beweisen dürfen. Und dann sind Stefan Schneider noch zwei weitere interessante Neuzugänge quasi zugeflogen. Michael Lintl hat Andreas Gigl in der Uni aufgegabelt und den groß gewachsenen Handballer einfach mal mit ins Training genommen. „Er ist ein unwahrscheinliches Balltalent und wahnsinnig motiviert“, ist Schneider begeistert. Den Part als Mittelblocker traut er dem Umsteiger nach den bisherigen Fortschritten schon zu, „und Läufersystem und den ganzen Taktikkram erklären wir ihm schon noch!“ Der andere Neue ist Martin Bulst, der zuletzt beim Erstligisten Evivo Düren unter Vertrag war, bevor der Job in den Vordergrund gerückt ist. Ihnhat SVL Manager Tom Gailer zufällig aufgespürt, weil es den Universalspieler wieder nach München zurückverschlagen hat, beide hatten zusammen in der Bayernauswahl gespielt. Bulst war nun zum ersten Mal im Training, und auch „wenn nach so einer Pause Fitness noch etwas anderes ist“, ist Coach Schneider begeistert: „So jemand ist ganz wichtig für das junge Team, Martin ist so eine Art Mannschaftspapi!“ Und damit die Erfahrungsfraktion noch ein bisschen verstärkt wird, hat Tom Gailerselbst auch wieder mit dem Training begonnen. Wie oft der gelernte Außenangreifer tatsächlich helfen kann, muss sich zeigen. Denn eigentlich wollte Gailer verstärkt Benedikt Frank bei den Frauen I unterstützen – und ein neuer Trainer für die Regionalligafrauen, die Gailer letzte Saison betreut hat, ist auch noch nicht gefunden. Gut möglich also, dass der alte Frauen II-Trainer auch der neue ist, und dafür nicht so oft neuer Regionalligaspieler. SILKE NÖRENBERG |