Mar
16
2010
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 VON SILKE NĂRENBERG Lohhof â Der erste Schritt ist getan: Mit ihrem 3:1 (25:20, 25:16, 19:25, 25:21)-Sieg ĂŒber den TSV Starnberg ist den Lohhofer Regionalliga-Volleyballern der Relegationsplatz nicht mehr zu nehmen. Doch das Team von Trainer Stefan Schneider will mehr, nĂ€mlich am kommenden Samstag mit einem Sieg im letzten Regionalligaspiel vor dem derzeit pluspunktgleichen TSV Herrsching bleiben und die Saison als Siebter ohne VerlĂ€ngerung beenden. Nach VerlĂ€ngerung sah es auch gegen den TSV Starnberg lange nicht aus, fast musste man sich Sorgen machen, dass vom ĂŒppig bestĂŒckte Semmelbuffet auf der TribĂŒne zu viel ĂŒbrig blieb: Ganz souverĂ€n brachten die Lohhofer um Zuspieler Kai MĂŒller die ersten beiden SĂ€tze nach Hause, und spĂ€testens Mitte des zweiten Satzes schien den Starnberger Oldies, die nur zu siebt und ohne Coach angereist waren, der SpaĂ am Sonntagssport gĂ€nzlich abhanden gekommen zu sein. Da wurde mehr ĂŒber den Schiedsrichter und die verfahrene Gesamtsituation geschimpft, als vernĂŒnftig Volleyball gespielt. Vielleicht hat die deutliche Nullmotivation des sicheren Absteigers auch dazu beigetragen, dass SVL-Mittelblocker Benjamin Stetter vor dem dritten Durchgang schon an das erste 3:0 dieser Saison geglaubt und das auch ausgesprochen hat. Fehler! Denn als hĂ€tten sie es vernommen, bekamen die Gegner um den Alt-Internationalen Dirk Oldenburg im dritten Durchgang noch mal richtig Lust aufs Punktemachen. Und das lieĂ Lohhof mit deutlich schwĂ€chelnder Annahme auch locker mit sich machen. âDie stellen die AufschlĂ€ge um und bei uns greift die Verunsicherung um sichâ, klagte Schneider nach der Partie. Eine Lösung musste her, und die hieĂ in dieser Lohhofer Verwirrungsphase ganz einfach âErfahrung aufs Spielfeld bringen, einen, der keine Fehler macht und auch den ein oder anderen wichtigen Punktâ, sagt Schneider. Also durfte Christian Struck, Leihgabe von Herren III, gegen den Ex-Nationalmannschaftskollegen Oldenburg und seine Ex-Erstligakollegen ran. Erfahrung gegen geballteErfahrung â kein schlechter Schachzug, der allerdings den Verlust von Satz drei nicht mehr verhindern konnte. Erst als Schneider seinen neuesten Diagonalspieler nach einer kurzen Pause im vierten Satz zur entscheidenden Phase wieder brachte, zahlte sich Strucks Einsatz vollkommen aus: Dem Ă€ltesten Lohhofer blieb es vorbehalten, den ersten Matchball zum 25:21 zu verwandeln. Zeit wurde es, denn auf der TribĂŒne war der Kaffee inzwischen zur Neige gegangen, Kuchen und Semmeln deutlich dezimiert. Und Stefan Schneider war auch mehr als froh, ein paar Nerven fĂŒr das kommende Wochenende und Niederviehbach geschont zu haben: âKlar haben wir bisher jeden Tiebreak gewonnen, aber heute hĂ€tte ich da nicht so viel drauf verwettet!â FĂŒr das Finale in Niederviehbach hat der Coach vorsichtshalber weitere erfahrene UnterstĂŒtzung angefragt, neben Christian Struck werden auch dessen Landesligakollegen mit Bundesligavergangenheit, Tobias Kuhn und Florian Herrmann, fĂŒr ihren zweiten Regionalligaeinsatz bereit stehen. |