Dec
23
2010
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Doch ganz so dramatisch,wie das Ergebnis vermuten lässt, war die Vorstellung beim neuen Verein des ehemaligen SVL-Trainers Christian Vetrovsky nicht: „Die Mädels waren gut, ich war echt begeistert“, zollt Benedikt Frank Lob, der das Coaching übernommen hatte, weil Saskia Seimel ihr Team aktiv auf dem Feld unterstützen wollte. „Sie müssen nur noch lernen, in den entscheidenden Momenten etwas effektiver zu spielen!“ Eine Tatsache, die Trainerin Seimel nicht neu ist: „Es ist immer das gleiche: Wir machen ein schönes Spiel – und die anderen die Punkte.“ Komplimente für ihre Mannschaft hat Saskia Seimel schon mehrere bekommen, „nur was nutzt mir das? Wir brauchen die Punkte!“ Dann kommt nach sieben Niederlagen in Folge noch eine ordentliche Portion Frust dazu, und schon haben die Lohhoferinnen selbst in Situationen, in denen sie eigentlich auf Augenhöhe mit dem Gegner sind, das Nachsehen. Etwa im dritten Satz gegen Esting, als zwei Satzbälle ungenutzt blieben. „Die Mädels machen sich einfach so viel Druck“, hat Seimel beobachtet, und dem versucht sie nun schon seit einiger Zeit entgegenzusteuern, zunächst nur im Training, seit zwei Spielen auch als Spielertrainerin auf dem Feld. Bisher noch ohne durchschlagenden Erfolg, „es gehen einfach sehr schnell die Köpfe runter, wenn es mal nicht so läuft.“ Dabei ist für die Trainerin auch trotz der vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz noch nichts verloren, „das ist eine gute Mannschaft, und die hat die Bayernliga auf jeden Fall drauf.“ Also setzt Seimel jetzt erst einmal auf die zweiwöchige Trainingspause, um die Köpfe wieder frei zu bekommen. Danach steht am Dreikönigstag ein Turnier in Taufkirchen auf dem Programm, um einfach so viel wie möglich zu spielen – und das nicht nur schön, sondern möglichst effektiv. SILKE NÖRENBERG |