Mar
08
2011
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Obwohl es nach den ersten beiden Sätzen nach einem schnellen Sieg für die Sulzbacherinnen aussah, konnten sich die SVL-Frauen noch in den Tiebreak retten – wie schon sieben Mal zuvor in dieser Saison. Eigentlich ein gutes Omen für einen Sieg, denn sechs Tiebreakspiele entschieden die Lohhofer für sich – darunter auch das Hinspiel gegen Sulzberg. Und nach einer Wiederholung sah es beim Stand von 5:1 für den SVL, den Saskia Seimel als Vertretung für Tom Gailer coachte, auch aus. Gailer weilte parallel in Halle auf einer Sitzung der Deutschen Volleyball-Liga, wurde aber während des anschießenden Pokalfinales von der verletzten Alexandra Kettenbach über die Zwischenstände auf dem Laufenden gehalten. „Bei 5:1 hat er dann geschrieben, dass er ruhiger wird“, verrät Saskia Seimel, bei der es gleichzeitig aber ganz und gar unruhig wurde. Denn drei fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen im Tiebreak ließen die Emotionen hoch kochen – und dann wurde es richtig eng. Zu eng für den SVL, im Endspurt zogen die Gastgeberinnen mit 15:11 vorbei. Großartige Wechselalternativenhatte Seimel nicht, lediglich Lisa Keferloher und Maja Hammerschmidt standen am Anfang draußen. Beide brachte die Trainerin schon im ersten Durchgang, den Lohhof ziemlich verschlief. Nächstes Problem war, dass die SVL-Frauen auch ohne Libero auskommen mussten, nachdem Susanne Pfeiffer schon Urlaub gebucht hatte für diesen eigentlich freien Termin und Ersatzfrau Cornelia Pantelic aus dem Bayernliga-Team kurzfristig mit einer Fußverletzung ausfiel. Viel schien also nicht mehr zu gehen, „doch dann wären wir ja komplett umsonst so weit gefahren“, appellierte Seimel nach den beiden Satzverlusten an den Kampfgeist ihres Teams. Und siehe da – es wurde besser. Bis eben zu diesen unglücklichen Entscheidungen im Tiebreak: „Man schiebt es ungern auf den Schiedsrichter, weil er sicher nie allein Schuld ist“, sagt Seimel. „Doch das war ärgerlich, weil es drei Punkte waren und noch dazu im Tiebreak.“ Mit dieser fünften Niederlage haben die Lohhoferinnen den zweiten Tabellenplatz wieder an Straubing abgetreten. Und die Chance, ihn noch einmal zurückzubekommen, ist recht gering, denn die Niederbayerinnen müssen nur eines ihrer zwei noch ausstehenden Spiele gewinnen, um sicher Zweiter zu sein. nö VG Sulzbach-Rosenberg – SV Lohhof II 3:2 (25:16, 25:22, 12:25, 22:25, 15:11) SVL: Kristin Standhardinger, Gluchow, Marksmann, Kathrin Standhardinger, Kock, Schieder, Keferloher, Hammerschmidt |