Sep
07
2010
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Lohhof – Die Premiere in der Zweiten Volleyball-Bundesliga ist für Lohhofs Reserve wahrlich blöd gelaufen: Da hatte sich das junge Team von Trainer Tom Gailer in recht überzeugender Manier auf Anhieb den Klassenerhalt gesichert und war dann, durch das Scheitern der ersten Mannschaft in Liga eins, doch zum Zwangsabstieg verdonnert. Nun geht es also in drei Wochen in der Regionalliga weiter, und am Wochenende hat Gailer mit seinem neuen Team die Chance genutzt, im Münchner Süden beim Vorbereitungsturnier des TV Planegg-Krailling mal ein bisschen was für die Spielpraxis zu tun. „Wir standen da zum ersten Mal zu sechst auf dem Spielfeld“, berichtet der Coach. Denn mangels geeigneter Bewerber bleibt Gailer bei seinem Trainerjob, den er eigentlich abgeben wollte, um mehr Zeit für Management und Erste Mannschaft zu haben. Zwei seiner Spielerinnen waren da konsequenter, so ist Angreiferin Sabine Eierle zu ihrem Heimatverein Planegg zurückgegangen und auch Mittelblockerin Magda Huber wird diese Saison allenfalls ihrer Heimat Eiselfing das Landesligateam unterstützen, bevor sie im Winter zu einem Auslandssemester nach Schweden aufbricht. Neben diesen beiden hat Mannschaft zwei auch noch drei Stammkräfte nach oben abgegeben: Veronika Kettenbach verteilt die Bälle im Zweitligateam, Valeria Fedosova und Yanina Weiland verstärken Annahme und Angriff. Doch auch mit neuem Personal – es kamen Theresa Schieder, Alexandra Kettenbach und Christina Kock aus Mannschaft drei sowie die Standhardinger Zwillinge Kathrin und Kristin aus den USA zurück – ist Gailer nicht bange. Platz sieben beim ersten Ernstfalltest geht für ihn in Ordnung: „Vom Ergebnis her ist das nicht ganz so toll, aber vom Spielerischen war ich positiv überrascht!“ Schneller geht es bei Lohhof II zu, denn Kristin Standhardinger, die sich mit Lisa Keferloher die Zuspielposition teilt, liebt die schnellen Pässe. „Und Lisa Keferloher hat die Pause, nachdem sie mit der Jugend-Nationalmannschaft unterwegs war, absolut gut getan“, meint Gailer. Vom Spielkonzept her passt also schon viel, dass manchmal noch etwas Verwirrung um sich greift, etwa bei den knappen Niederlagen gegen Zweitligist Nürnberg oder Gastgeber Planegg, ist verständlich: „Mannschaftstaktik haben wir noch nicht gemacht, dafür aber viel ausprobiert – das kann noch nicht klappen“, ist Gailer ganz entspannt. Die Siege gegen Zweitligist Offenburg und den österreichischen Erstligisten Melk nehmen sie einfach schon mal mit – und schauen sich beim eigenen Vorbereitungsturnier in Lohhof am 18. Und 19. September an, was der Rest der Liga macht, denn da sind sieben von zehn Regionallisten am Start. nö |