Apr
19
2010
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VON SILKE NÖRENBERG Lohhof – Der Abschied ging schnell, der letzte Auftritt der Lohhofer Zweitliga-Volleyballerinnen war ihr schnellster in der gesamten Saison: In gerade einmal 63 Minuten Spielzeit unterlagen sie dem neuen Meister der Zweiten Bundesliga, dem SWE Volley-Team, in Erfurt mit 0:3. Nichts war’s mit Meisterfeier crashen, und auch aus dem Titel „Best of the Rest“ wurde nichts. Da Saarbrücken und Wetter ihre Spiele gewonnen haben, haben sie den SVL auf Platz acht verdrängt. Was aber, wie Zuspielerin Vroni Kettenbach schon nach dem letzten Heimspiel feststellte, „auch schon wurscht ist“ angesichts des unvermeidlichen Zwangsabstiegs in die Regionalliga, bedingt durch den Abstieg des Erstligateams in Liga zwei. Dass die Luft seit der vierwöchigen SpielpauseAnfang März raus war, hat man den letzten Spielen deutlich angesehen. Da war das Saisonfinale beim Meister nur der traurige Schlusspunkt: „Das ist schade, weil eigentlich immer der Schluss in Erinnerung bleibt“, fürchtet Trainer Tom Gailer. Dabei wäre die Partie in Erfurt sei-ner Meinung nach so oder so 0:3 ausgegangen, „das war wirklich beeindruckend, mit welcher Konzentration Erfurt das noch durchgezogen hat“. Denn als Meister und Aufsteiger standen die Thüringerinnen schon lange fest. Doch im dritten Satz etwa reichten Gailer drei Auszeiten und drei Spielerwechsel nicht, Erfurts Punktserie zu durchbrechen. Doch Gailer appellierte an seine Mannschaft, die letzten sechs Wochen möglichst aus der Erinnerung zu streichen: „Denn bis dahin können wir sehr zufrieden und stolz sein!“ Und während ein Großteil der Mannschaft auch für die Regionalliga sein Engagement signalisiert hat, wird der Trainer „in der kommenden Saison ziemlich sicher nicht mehr die Regionalliga trainieren.“ Eine auf den ersten Blick überraschende Entscheidung, die Gailer „nicht so leicht fällt“, für die es abernachvollziehbare Gründe gibt: Zum einen sei die Doppelbelastung als Trainer und Manager der Volleyballabteilung gerade zu Beginn der Saison zu groß gewesen. Zum anderen sieht Gailer eventuelle Motivationsprobleme nach dem Zwangsabstieg im Team: „Das ist nicht gut für die Einsatzbereitschaft, wenn man zurück muss. Da würde ein neuer Trainer sicher gut tun.“ Noch ist unklar, wie Gailer die hinzugewonnene Freizeit wieder verplanen will. Doch sein neues Engagement wird sich im Bereich „Mädchen für alles“, wie er seinen Managerjob selbst bezeichnet, abspielen. Einen Trainerjob bei einem anderen Verein, wie vor zwei Jahren beim MTV München in der Zweiten Männerliga, ist aber ausgeschlossen SWE Volley-Team – SV Lohhof 3:0 (25:16, 25:12, 25:11) SVL: Kettenbach, Karnbaum, Huber, Marksmann, Ranner, Fedosova, Pfeiffer; eingewechselt: Vukajlovic, Standhardinger, Eierle |