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Mar
30
2010
Auf der einen Seite läuft es nicht

So richtig zu verstehen ist das 2:3 der Lohhofer Zweitligavolleyballerinnen beim VC Offenburg nicht.

Da gewinnen Michaela Ranner & Co den ersten Satz deutlich mit 25:17, um den zweiten ebenso deutlich zu verlieren. Satz drei geht noch klarer an Lohhof, 25:15. Und Satz vier? 14:25! Und dann funktioniert nicht einmal das Gesetz der Serie, denn auch den Tiebreak holen sich die Gastgeberinnen mit 15:10.

Entsprechend ratlos hat die 108-minütige Veranstaltung auch Trainer Tom Gailer zurückgelassen: „Ich kann es mir überhaupt nicht erklären“, sagt der Coach. „Aber die Mädels haben schon vermutet, dass das Spielfeld irgendwie schief sein muss!“ Denn immer auf der gleichen Seite leisteten sich beide Mannschaften einen vorübergehenden Kollektivausfall: „Beide Teams haben haarsträubende Fehler gemacht – wer halt grad dran war“, analysierte Gailer mit der wohl notwendigen ironischen Distanz.

Dabei war sich der SVL-Coach nach dem ersten Satznoch so sicher, dass die Revanche für die 0:3-Pleite aus dem Hinspiel gelingen würde. Mit den Rückkehrerinnen Magdalena Huber und Sabrina Karnbaum von Beginn an lief alles nach Plan, und Offenburg hatte verletzungsbedingt einige Umstellungen zu verkraften: „Bis auf die Diagonalspielerin war keine zwingende Angreiferin dabei“, gibt Gailer zu. Nur das war auch schon im Hinspiel nicht ausschlaggebend, als die Aufsteigerinnen sogar mit zwei Reservistinnen aus der zweiten Mannschaft und insgesamt nur zu siebt in Lohhof angetreten waren.

Doch wie im November im Ballhausforum machten sich die Lohhoferinnen das Leben auch diesmal selbst schwer, auf der „schiefen Seite“ krankte die Annahme jedes Mal gleich zu Beginn des Satzes. So kam es nie zu knappen Spielständen, bei zehn Punkten war eine Mannschaft immer schon mindestens drei Zähler voraus. Nur ein einziges Mal wurde es eng, im fünften Satz: Da führte Offenburg beim Seitenwechsel 8:7.

Tom Gailer versuchte, mit gleich drei Wechseln das Blatt zu wenden, doch Lisa Keferloher, Michaela Ranner und Valeria Fedosova konnten auch nicht so viel mehr ausrichten als Veronika Kettenbach, Sabrina Karnbaum und Yanina Weiland.

Immerhin entlockte der Tausch der halben Mannschaft dem Fachpublikum ein überraschtes Raunen, wie Gailer bemerkte: „Dreierwechsel gibt’s ja auch nicht alle Tage!“ Solche Licht-Schatten-Ergebnisse wie dieses 3:2, das Offenburg den Klassenerhalt nun endgültig gesichert hat, auch nicht.

SILKE NÖRENBERG

VC Offenburg – SV Lohhof 3:2 (17:25, 25:17, 15:25, 25:14, 15:10)

SVL: Kettenbach, Karnbaum, Huber, Vukajlovic, Ranner, Weiland, Pfeiffer; Eierle, Marksmann, Keferloher

 
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