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Rund 650 Zuschauer machten das Ballhaus zum Tollhaus-Forum und unterstützten die Bundesliga-Volleyballerinnen des SV Lohhof nach Leibeskräften. Zum angestrebten Satzgewinn reichte es für das noch sieglose Schlusslicht gegen den hochfavorisierten Tabellenvierten Allianz Volley Stuttgart dennoch nicht.

VON GUIDO VERSTEGEN

Lohhof – Aber die Lohhofer Mannschaft verkaufte sich teuer, hielt die Partie im ersten
und dritten Satz lange offen. „Wir sind weiterhin auf dem Weg der Besserung – und vor dem wichtigen Spiel am Mittwoch in Potsdam eigentlich genau da, wo wir hinwollen“, zieht Trainer Benedikt Frank ein positives Fazit. Dem mit 29 Jahren jüngstenTrainer der Liga war nach der Partie anzumerken, dass auch er während der Begegnung alles gegeben hatte – seine
Stimme war doch merklich angegriffen. „Ich bin froh, dass die Zeit der Notaufstellungen endlich vorbei ist“, atmet Frank mit Blick auf das Verletzungspech der letzten Monate noch einmal tief durch.

Bis auf Lucia Kaiser (Knieprobleme) hatte er diesmal alle Frauen an Bord. Auch Co-Trainerin Claudia Mürle war nach ihrer Babypause zurück im Kader und kam im zweiten Satz zu einem ersten Kurzeinsatz. Frank sagt: „Claudi ist spielerisch sicher noch nicht da, wo sie hin will, aber von der Bank aus hat sie uns sehr geholfen und die Mädels toll gepusht.“

Die 33-Jährige findet es „schade“, dass das Team nach dem frechen und kampfbetonten ersten Satz (22:25) den Faden verlor: „Erst haben wir halbwegs alles so umgesetzt, wie wir es uns vorgenommen hatten – mal von den Aufschlagfehlern abgesehen –,dann geht plötzlich wieder fast alles schief.“ Mürle spricht damit genau die Leistungsschwankungen an, die der SVL in den Griff bekommen muss, um den Klassenerhalt zu schaffen. Ob Annahme, Zuspiel oder Angriff – funktioniert nur ein Teil nicht, häufen sich die Folgefehler.

Trainer Frank weiß das nur zu genau und nutzte die zehnminütige Pause nach dem enttäuschenden zweiten Satz (12:25) für einen deutlichen Weckruf. „Das war dann schon eine härtere Ansprache, aber es musste einfach Schluss sein mit der Schönwetterspielerei. Das Feuer war weg, und vor allem Natis Einbruch kann ich mir nicht erklären.“ Die Standpauke verfehlte ihre Wirkung nicht: Mit Natalie „Nati“ Cukseeva fing sich das gesamte Team wieder und führte im 36 Minuten dauernden dritten Satzn (22:25) sogar mal mit 8:5. Aber wenn’s drauf ankam, war Stuttgart voll da.

„Wir haben gut daran getan, den Gegner nicht zu unterschätzen und in den entscheidenden Momenten zum Glück immer noch eine Schaufel drauf packen können“, meint die Ex- Lohhoferin Mona Elwassimy, die auf Seiten der Gäste im dritten Satz zum Zug kam.

Ein Sonderlob hat Coach Frank für Außenangreiferin Christin Hölzl parat: „Sie hat wirklich bombastisch trainiert und das im Spiel bestätigt.“ Und Co-Trainerin Mürle sagt über die 23-Jährige: „Die Tine kann noch viel mehr.“

Nach dem trainingsfreien Sonntag bereiten sich die SVL-Frauen nun konsequent auf die Potsdam-Partie am Mittwoch vor. Frank weiß: „Wenn wir unsere Fehlerquote weiter senken und unsere Aggressivität länger halten können, ist in Potsdam alles drin.“

SV Lohhof – Allianz Volley Stuttgart 0:3 (22:25, 12:25, 22:25).

SVL: Göschl, S. Utz, Lamby, Vollbrecht, Hölzel, Cukseeva, M. Utz, Mürle, Niemczyk (beide 2. Satz).