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Lohhofs Bundesliga-Volleyballfrauen haben wenig Spaß beim 0:3 gegen lange Schwerinerinnen

VON SILKE NÖRENBERG

Lohhof – Joe Day hatte an seinem ersten Arbeitstag als Hallensprecher der Lohhofer Volleyballerinnen anscheinend keiner gesagt, dass Veronika Kettenbach die Erste sein würde. Die Erste des Erstligateams, die aus der Dunkelheit auf die Spielfläche im Ballhaus-Forum kommen sollte, wo der Deutsche Meister Schweriner SC bereits auf den Liganeuling wartete. Der Fernsehmoderator kündigte mehrfach die wieder genesene Natascha Niemczyk an.

Doch Joe Day war nicht der einzige Überraschte: Veronika Kettenbach selbst hatte recht spontan erfahren, dass sie am Donnerstagabend erste Zuspielerin sein würde: „Eine halbe Stunde vor dem Spiel hat’s der Bene mir gesagt“, erzählt die 17-Jährige und strahlt, dass kein Zweifel bleibt: Da ist ein großer Traum wahr geworden.

An dessen Erfüllung Co-Trainerin Claudia Mürle maßgeblichen Anteil hatte – in Abwesenheit. Denn die zweifache Mutter hatte Trainer Benedikt Frank kurz vor knapp absagen müssen, und so war Aushilfskraft Kettenbach aus dem Lohhofer Talentschuppen aufgrund der Verletzungen des eigentlichen Stammpersonals Lucia Kaiser und Malgorzata Göschl plötzlicherste Wahl. Und das gleich gegen den mit 3:0 siegreichen Deutschen Meister 2009, der mit deutlich über 1,80 Meter Durchschnittsgröße in der Stammformation nicht nur die 17-Jährige, offensichtlich unter den magischen 180 Zentimetern liegende, Veronika Kettenbach beeindruckte: „Die waren schon ganz schön groß und haben ganz schönschnell gespielt“, waren für den Neuling die ersten auffälligen Unterschiede zum gewohnten Zweitligabetrieb.

Und mit beiden Aspekten hatte das gesamte Lohhofer Team größte Probleme: „Die Annahme war deutlich stabiler als zuletzt“, sah Trainer Frank als positiven Aspekt. Doch am Netz sah’s düster aus: Immer wieder punktete Schwerin mit schnellen Angriffen hinter der Zuspielerin denen der Lohhofer Block leicht überfordert hinterher schaute. Und richtig dunkel wurde es, wenn etwa die 1,93 Meter große Kristin Kasperski oder Schwerins zweite 1,90-Frau Carlijn Jans ihre Arme über die Netzkante ausfuhren: Da war der Ball manchmal schneller wiederunten als etwa Lohhofs Sprungflummi Stephanie Utz die meistbeschäftigte und auch bei weitem erfolgreichste Lohhofer Angreiferin am Donnerstag.

„Der zweite Satz hat keinen Spaß gemacht“, fand die Kapitänin, doch es kamen bessere Zeiten für sie und ihr Team: Im dritten Durchgang hatten sie dreimal die Chance auf die erste Lohhofer Führung im Spiel. Zu der es dann nicht kam, und damit auch nicht zur Erfüllung des Minimalziels, „eine technische Auszeit zu gewinnen“, wie Frank verrät. Doch Schwerins Trainer Edwin Benne sah sich Mitte des Satzes, als Lohhof immer noch mithalten konnte, gezwungen, wieder sein Stammpersonal aufs Feld zu schicken. Ob es wirklich knapp geworden wäre, bleibt fraglich, Benedikt Frank jedenfalls wertet die Rückwechsel des Kollegen als „unseren größten Erfolg“. Den dritten Satz konnte aber auch Abteilungsleiter Matthias Kock als Geburtstagsgeschenk akzeptieren, ihm macht vor allem die Rückkehr von Natascha Niemczyk Hoffnung: „Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass wir es schaffen, wenn jetzt alle wieder fit werden!“

SV Lohhof – Schweriner SC 0:3 (15:25, 12:25, 19:25)

SVL: Kettenbach, S.Utz, Lamby, Vollbrecht, Quade, Mirtl, M.Utz, Niemczyk (ab 2.Satz), Hölzel