• 1_Damen1.jpg
  • 2_Herren1.jpg
  • 3_Damen2.jpg
  • 4_Herren2.jpg
  • 5_Damen3.jpg
  • 6_Damen4.jpg
  • 7_Damen5.jpg
  • 8_Jugend männlich gesamt.png
  • 9_Gesamt Jugend.png

SVL unterliegt in Suhl, aber Marion Mirtl trumpft auf

Unterschleißheim - Wortreich ging es zu am Samstag beim Auswärtsspiel von Volleyball-Bundesligist SV Lohhof beim VfB Suhl. Der Aufsteiger beim Top-Drei-Kandidaten zu Gast, als Letzter nur Außenseiter und trotzdem irgendwie unter Druck. Bis zum 12:18 im dritten Satz, dann zog Marion Mirtl, 17-jähriger Neuzugang aus Deggendorf, in der mit 1000 Zuschauern gut besuchten Suhler Wolfsgrube nach dem 14:25 und 11:25 in den ersten beiden Durchgängen ihr eigenes Spiel auf. "Abschalten und spielen", hatte Trainer Benedikt Frank im zweiten Satz gefordert. Das setzte die zu Beginn des dritten Durchgangs eingewechselte Außenangreiferin aus der zweiten Mannschaft mit acht Punkten am ehesten um. Schon das 13:18 ging auf ihre Kappe. Mit einer Aufschlagserie vom 13:19 bis zum 19:19 und einer Unbekümmertheit, die Ihresgleichen sucht, befreite sie dann die Lohhofer Seele, schlug dabei insgesamt drei Aufschlagasse und empfahl sich mit fünf Punkten aus fünf Angriffen nachdrücklich für einen Stammplatz. Suhl musste also wieder kämpfen, Lohhof hatte wieder Spaß und konnte den Thüringern freundlich lächelnd zuschauen, wie der Tabellenfünfte dank seiner in der Schlussphase sehr starken 156-fachen Nationalspielerin Birgit Thumm das 3:0 (25:14, 25:11, 25:23) nach 65 Spielminuten doch noch einigermaßen reibungslos über die Bühne brachte.

Für Lohhof die - inklusive Pokalaus - siebte Niederlage in Folge, das dritte 0:3 hintereinander und der mit 48 Punkten zweitschwächste Saisonauftritt. Doch, "noch bevor sie sich hinsetzen konnten" (Frank), versammelte der 29-jährige Lohhofer Trainer seine Mädels unmittelbar nach Grit Lehmanns Matchball verschwörerisch an der Grundlinie und ordnete die Gedanken der Getreuen neu: "Das war wieder ein Schritt nach vorne. Die ersten zwei Sätze müssen wir schnell abhaken." Aber der dritte gebe Auftrieb: "Den nehmen wir im Kopf mit", sagte Mannschaftsführerin Stephanie Utz. "Wir wollen in Aachen punkten und dafür haben wir im letzten Satz gekämpft", verwies sie auf das nächste Spiel am Montag, 7. Dezember.

Trotzdem, die Baustellen bleiben. "Im ersten und zweiten Satz war die Annahme eine Katastrophe, unsere Abwehr nicht präsent", lautete Franks schonungslose Analyse. Daran werden sie in der Pokalpause arbeiten müssen. Und vielleicht auch ein bisschen am Angriff, denn dass eine Spielerin aus der Reserve in nur einem Satz mehr Punkte macht als die Stammkräfte Stephanie Utz, Ann-Christin Quade (beide 7), Inga Vollbrecht und Inga Lamby (jeweils 4) in dreien, ist zumindest überraschend. Susanne Menhorn