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SVL überrascht bei der Saison-Premiere gegen den haushohen Favoriten Dresden, trotz erwarteter 0:3-Niederlage

 

VON SILKE NÖRENBERG

Lohhof – Eine durchaus überraschende Angelegenheit war das, dieser Start der Lohhofer Volleyballerinnen in die erste Bundesligasaison seit acht Jahren. Wenig überraschend zwar das Ergebnis gegen den Meisterschaftskandidaten Dresdner SC, ein letztlich klares 0:3 (22:25, 16:25, 16:25). Doch wie Stephanie Utz und ihr Team in ihr erstes Erstligaspiel im Ballhaus-Forum gestartet sind, das war schon bemerkenswert.

Zumindest für den Teil der gut 400 Zuschauer, die noch den eher tristen Eindruck des Pokalspiels gegen Sonthofen in Erinnerung hatten. Es ging schon mit dem Einlaufen der Mannschaften los: Wie die Lohhoferinnen da in ihrer Ecke auf den großen Auftritt warteten und aufgedreht im Takt der Musik herumhüpften, selbst die eigentlich noch verletzte Inga Lamby – das vermittelte schon so ein Jetzt-geht’s-wirklich-los-Gefühl. Dazu stimmten die Blinklichter auf der Tribüne und die Vorstellung jeder Spielerin auf Großleinwand gut ein auf das Feuerwerk, das Lohhof im Vergleich zu dem nervösen Start gegen Sonthofen zuletzt aufs Parkett zauberte.

Nervös war nämlich diesmal besonders der Gegner, und SVL-Coach Benedikt Frank fand „überraschend, dass Dresden solche Annahmeschwächen“ offenbarte. Die Überraschung war beidseitig, auch Gästecoach Ale-xander Waibl, wunderte sich, „dass wir erst im dritten Satz wirklich routiniert unser Spiel durchgezogen haben!“

Im ersten Durchgang jedenfalls war Lohhof nicht abzuschütteln. Zwar gingen die Sächsinnen immer wieder durch gute Blockaktionen und Schnellangriffe in Führung, doch die Gastgeberinnen ließen sich nicht einschüchtern und glichen immer wieder aus, allen voran punktete Außenangreiferin Natalia Cukseeva. Und Lohhof konnte auf eine wirklich gute Annahme bauen, war in diesem Element rein statistisch gesehen mit 75 Prozentgelungener Aktionen sogar nach drei Sätzen den Vorjahresdritten noch voraus.

Dass es zum Satzgewinn dann doch nicht reichte, lag am Erfahrungsunterschied. Während Lohhof nach einer Auszeit von Waibl den nächsten Aufschlag versemmelte, rissen sich die Dresdnerinnenam Riemen, beendeten ihre Nervositätsphase und den Satz mit einem Block gegen Cukseeva zum 25:22. Und während Dresden nun zunehmend sicherer wurde, schlichen sich bei Lohhof die leichten Fehler ein: In Satz Nummer zwei kamen Utz & Co. nach einem 0:5-Fehlstartnie richtig rein, auch der Wechsel von Malgorzata Göschl für Lucia Kaiser im Zuspiel brachte kaum neue Akzente. Und die Pause vor Satz Nummer drei tat diesmal gar nicht gut, denn ihre Aufschlagstärke ließen die Lohhoferinnen großteils in der Kabine. Christin Hölzel bekam auch noch ihren Premiereneinsatz, doch damit waren Franks Wechselalternativen erschöpft.

Denn Magdalena Huber und Marion Mirtl aus Lohhofs Reserve durften gar nicht erst aushelfen, weil das laut Spielordnung erst ab dem dritten Erstligaspiel erlaubt ist – auch so eine Überraschung dieses ersten Spieltags, auf die Manager Tom Gailer erst in der Nacht auf Dienstag gestoßen war. Die Verwirrung, als zunächst keine Anzeigentafel im Ballhaus-Forum lief, war dagegen nach den ersten acht Punkten beseitigt.

Doch insgesamt wirkte Benedikt Frank recht sorgenfrei: „Es hat mich sehr gefreut, wie die Mädels sich gegenüber Sonthofen gesteigert haben, vor allem, dass wir mehr gekämpft haben!“ Darauf wird’s für die spielerisch noch nicht so konstanten Lohhoferinnen ankommen in dieser Premierensaison, doch dass dürfte angesichts der Jugend und Unerfahrenheit des Teams keine so ganz große Überraschung sein.

SV Lohhof – Dresdner SC 0:3 (22:25, 16:25, 16:25)

SVL: Kaiser (2. Und 3. Satz Göschl), S.Utz, Vollbrecht, Quade, Cukseeva, Niemczyk (3.Satz Hölzl), M.Utz