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Nach 0:3 gegen künftigen Rivalen Sonthofen sieht Coach Frank: „Wir müssen uns in der Liga ganz hinten anstellen“

VON SILKE NÖRENBERG

Lohhof – Als „erste Standortbestimmung“ wollte Benedikt Frank das Pokalderby seiner Erstliganeulinge gegen das Allgäu-Team Sonthofen immer verstanden wissen. Klingt eigentlich harmlos, so nach „das können wir schon ganz gut, und da müssen wir noch was tun.“ Nach dem über weite Strecken enttäuschenden 0:3 seines Teams vor auch nicht gerade berauschenden 350 Zuschauern im Ballhaus-Forum fällt Franks Standortbestimmung allerdings keineswegs harmlos, sondern sehr nüchtern und deutlich aus: „Wir müssen uns in der Liga erst einmal ganz hinten anstellen!“

Man hätte die Lohhofer Defizite an Vielem festmachen können: Sonthofen hat aufmerksamer in der Abwehr gespielt, sicherer angenommen, cleverer geblockt und hat vor allem aus Problembällen noch vernünftige Dinge zustande gebracht. Lohhof dagegen war vor allem eins: nervös. „Ich hatte befürchtet, dass wir uns selbst im Weg stehen“, gibt Frank zu. Ann-Christin Quade, die Frank für Ersatzmittelblockerin Magda-lena Huber brachte und die mit mutigen Aufschlägen und aggressiven Blocks ein echter Lichtblick im Team war, hat auch eine Erklärung, warum: „Beim Vorbereitungsturnier haben wir Sonthofen geschlagen und irgendwie haben wir uns jetzt selbst Druck gemacht.“ Folge: Der von der Mannschaft so viel beschworene Spaßvolleyball blieb gänzlich auf der Strecke und was die Mannschaft eigentlich kann, blitzte nur ab und an auf.

Einen 0:2-Satzrückstand und die sichtbare Unzufriedenheit nahm die Frank-Truppe also mit in die zehnminütige Satzpause – und kam deutlich lockerer zurück. „Wir haben nichts Taktisches besprochen“, verrätder Trainer. „Nur alles auf den Tisch gelegt und gesagt: Jetzt machen wir’s anders!“ Und als plötzlich auch das Publikum mitzog und an den extra aus dem Carl-Orff-Gymnasium herüberkutschierten Trommeln nach und nachdoch ein paar Trommelwillige Maskottchen Schweini Gesellschaft leisteten, waren Stephanie Utz & Co. bei der technischen Auszeit auf einmal sogar 16:15 in Führung in einem zunehmend munteren Spielchen.

Und auch Sonthofen leistete sich plötzlich leichte Fehler und offenbarte ein paar Abstimmungsprobleme. Erstmals zeigte Frank die Faust, während sein Gegenüber Andreas Wilhelm seine Beschwerden übertrieb und eine Gelbe Karte kassierte. Doch auch der damit verbundene Punkt zum 23:23 half Lohhof nicht weiter. Ein Aufschlagfehler von Natalia Cukseeva und eine unkontrollierte Abwehr brachten Sonthofen den Sieg und den Einzug ins Pokal-Achtelfinale. Und Lohhof? Bei der Frage, was sein Team für das gezahlte Lehrgeld denn aus der Partie mitnehmen könne, zögerte Frank zunächst, um dann alle Einzelproblemchen und Baustellen auf einen Nenner zu bringen: „Wir müssen vor allem ganz schnell Erfahrung lernen!“

SV Lohhof – Allgäu-Team Sonthofen 0:3 (20:25, 19:25, 24:26)

SVL: Kaiser, S.Utz, Vollbrecht, Huber (3.Satz Quade), Cukseeva, Niemczyk, M.Utz