Aug
10
2010
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VON SILKE NÖRENBERG Lohhof – „So groß wie diesmal war die Chance auf den ersten Bayerischen Meistertitel noch nie.“ Trotz aller Freude über seinen zweiten Platz war dem Lohhofer Roland Höfer auch ein wenig Enttäuschung über das verlorene Finale gegen die neuen Titelträger Joschi Schöberl (TSV Friedberg) und Max Hauser (TSV Herrsching) anzumerken. Seit 1997 war Höfer jedes Mal beim Saisonfinale der besten 16 Männerteams dabei, dreimal sogar im Finale – doch ganz oben auf dem Treppchen standen am Ende immer andere – Hauser/Schöberl zum Beispiel bereits 2007. Doch an mangelnder Erfahrung hat es bei Höfers drittem Anlauf auf den Titel wohl nicht gelegen. Schließlich hatte er mit dem Freiburger Sebastian Winter einen Partner an seiner Seite, der die Landesmeisterschaft in Baden-Württemberg schon dreimal gewinnen konnte. „Wir haben unsere Chancen einfach nicht konsequent genug genutzt, und Joschi Schöberl hatte einen super Tag erwischt“, fasst Höfer die 0:2-Niederlage im Klosterbauhof knapp zusammen. Dabei war der Sonntag zunächst ein grandioser Tag für Höfer. Im Halbfinale gegen seine Lohhofer Vereinskollegen Hartmut Sievers und Stefan Schmidbauer war der 34-Jährige nicht zu knacken. Seine eigenen Angriffe brachte er sicher durch, und wenn Schmidbauer/Sievers am Zug waren, stand Höfer meist goldrichtig – wenn die eigentlichen Favoriten nicht davor schon am Block von Winter gescheitert waren oder ihnen ein Eigenfehler unterlief. Untypisch eigentlich für die an Position zwei gesetzten Routiniers, doch der Sonntag war kein Tag für Favoriten. Zuvor hatten Hauser/Schöberl schon die Abonnement Meister Hannes Buchner und Dominik Richter (VC Tegernseer Tal) in einem spannenden Tiebreak-Sieg ausgeschaltet. Somit fand der eigentlich als Finale zu erwartende Vergengleich zwischen den beiden topgesetzten Teams im Spiel um Platz drei statt. Und dieses, laut Buchner, „Finale der Frustrierten“ entschiedenen er und Richter für sich. „Ein Spiel komplett ohne Emotionen“ fand Sievers, dem die Enttäuschung über die verpasste Chance auf den zweiten Titel nach 2001 deutlich anzumerken war. Es wird ihn auch kaum getröstet haben, dass es pünktlich zum Beginn des Männerfinales im Klosterbauhof wie aus Kübeln zu schütten begann. Nicht zum ersten Mal an diesem Wochenende wünschten sich die Beteiligten das Dach des Munich Airport Centers zurück, unter dem das Bayernfinale in den vergangenen vier Jahren stattgefunden hatte. „Das hätten wir schon am Samstagmorgen gut gebrauchen können“ fand SVL-Manager Tom Gailer, der mit seinem Freisinger Partner Dejan Jankovic am zunächst sonnigen Sonntag an seinem Expartner Höfer gescheitert und auf Platz fünf gelandet war. Gerade noch vor dem Regen ging das Frauenfinale über die Bühne, in dem der dritte Lohhofer Vizetitel neben dem von Höfer/Winter und dem zweiten Platz von Kristin Standhardinger/Tobias Recknagel in der Mixed- Konkurrenz heraussprang. Valeria Fedosova und Sabrina Karnbaum hatten sich souverän ins Endspiel vorgearbeitet, doch die alten und neuen Meisterinnen Michaela Henry und Sabine Schulz vom TV Planegg-Krailling erwiesen sich als eine Nummer zu groß und wurden ihrer Favoritenrolle auch gerecht. Henrys gewaltige Sprungaufschläge und Schulz’ hoher Block setzten die jungen Lohhoferinnen enorm unter Druck. Erst im zweiten Satz konnten sie zeigen, dass sie durchaus auch fest draufhauen und ganz gut blocken können. Gerne hätte auch SVL-Kollegin Sabine Eierle in diesem Finale gestanden, doch nach einem Patzer gleich im ersten Spiel war im Halbfinale gegen Henry/Schulz für sie und ihre Altdorfer Partnerin Ulrike Herfurth Endstation. Im kleinen Finale allerdings sicherte sich Eierle im Duell gegen ihre Vereinskameradinnen Eva Schilf und Natascha Niemczyk den Pokal für Platz drei. „Ein guter Saisonabschluss, nachdem wir zwischendrin mal fast vier Wochen Pause gemacht hatten“, fand die 22-Jährige. |